valentine stories

Bewegtes Wochenende, Donnerstag Besuch vom Liebsten, dann auch noch Valentinstag und Geburtstag und schon wieder ein Abschied. Weil ich müde bin, heute nur die Hälfte.

Valentine’s day in Great Britain ist so eine Sache für sich. Also nicht, dass man zu Hause von dem Konsumspektakel verschont bliebe. Aber im Vergleich zu dem was die hier veranstalten, ist der deutsche Valentinstag noch zahm. Hier muss man sich in jedem Laden erst einmal an den Plastikrosen, den zahllosen, den Weg versperrenden Herzluftballons und Plüschbären vorbeikämpfen, um überhaupt Eintritt zu erlangen. In der Highstreet, der Haupteinkaufsmeile, gab es mehrere shops, in deren Schaufenstern herz- oder kussmundförmiges Papier geklebt war, darauf hatten verliebte Waliser ihre Botschaften an den Liebsten oder die Liebste geschrieben. Gegen Bezahlung natürlich.

IMG_20140214_170150Nachdem wir am besagten Freitag tagsüber vergeblich versucht hatten trotz des Starkregens zum Hafen zu spazieren und in meinem Zimmer bei scones, welsh cake & tea „gefangen“ waren, wollten wir abends essen gehen. Ich hatte einen Tisch im Boat Yard reserviert, die hatten dort ein special offer bei dem wir eine Flasche Wein gratis bekommen sollten. Das war auch unsere Rettung. Denn als wir diesen Laden betraten, der zwei Wochen vorher noch ein ganz unschuldiger netter kleiner Pub mit Essensmöglichkeit war, fanden wir uns in einer Art Valentins Vorhölle wieder. Kennt ihr die Szene aus Harry Potter und der Orden des Phönix, in welcher Harry mit Cho zum Valentinstag in dieses Cafe geht, in dem dicke Engel unter der Decke schweben und die ganze Zeit Glitterkram auf die Leute werfen? Ungefähr so lief es auch im Boat Yard ab: Überall nur kleine Zweiertische an denen aufgebretzelte Britinnen von ihren Begleitern in Hemd gefüttert wurden, überall rote Rosen, Glitzerherzen und rotes Kerzenlicht. Dazu dudelte aus den Boxen eine Spotify-Valentine’s-Playlist mit Kuschelrocksongs von Barry White, Dolly Parton, Elton John und anderen Perlen der kitschigen Musik. Allerdings war das kein Premium-Account, daher wurden die romantic melodys dann in regelmäßigen Abständen von lautstarken britischen Werbejingles unterbrochen. Wir haben uns betrunken und dann war das alles auszuhalten. Die anwesenden Feeder-Paare sind kurz nach unserer Ankunft seltsamerweise verschwunden, wir hatten also den Raum für uns und konnten die Spotify-Playlist durch Weinglasmusik und schiefen Gesang sampeln. Anschließend haben wir noch ein kurzer Abstecher zum Belle Vue und der dortigen Valentine’s-Swing-Open-Stage gemacht, das war auch noch nett, bevor wir dann kurz vor Mitternacht nach Hause spaziert sind. Ganz ohne Regen. Happy End.

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